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gewusst? – 40 jahre post-it

Vom missglückten Experiment über Geistesblitze und Zufälle zur bahnbrechenden Innovation

Ich war auf der Suche nach einer Idee für ein neues Facebook-Posting und habe gesehen, dass das Post-it seinen 40.Geburtstag feiert. Eigentlich wollte ich nur noch einmal gegenchecken, ob diese Info tatsächlich stimmt und so bin ich per Zufall auf die interessante Erfindungsgeschichte des beliebten Büroartikels gestoßen und habe sie so spannend gefunden, dass ich sie hier noch einmal zusammenfasse:

Ein Notizzettel mit einer speziellen Haftbeschichtung, die sich leicht und rückstandslos wieder abnehmen lässt. So einen Unsinn braucht doch keiner! Einer von vielen Irrglauben mit denen die Erfolgsgeschichte der Klebezettelchen in Minnesota USA begonnen hat…

Wissenschaftler Dr. Spencer Silver beschäftigte sich im Zentrallabor der 3M Company bereits 1968 mit der Entwicklung eines besonderen Klebstoffes. Seine Klebkraft sollte die aller übrigen Klebstoffe in den Schatten stellen. Das Ergebnis seiner Arbeit war jedoch nur eine klebrige Masse, die sich zwar auf allen Flächen auftragen ließ, jedoch auch genauso leicht wieder abzulösen war. Das einzige Produkt, das sich daraus entwickelte, war eine Art Pinnwand, die ohne Pins auskommen sollte. Ein Flop, der schnell aufgrund von Erfolglosigkeit vom Markt genommen wurde und die Erfindung von Spencer Silver geriet in Vergessenheit.

Der Zufall wollte es, dass die Idee rund 10 Jahre später, ausgerechnet während eines Gottesdienstes von einem Kollegen Silvers, wieder in Erinnerung gerufen wurde. Arthur Fry, ein begeisterter Sänger im Kirchenchor, hatte sich während eines Chorals zum wiederholten Male darüber geärgert, dass ihm seine Lesezeichen im Stehen ständig aus den Notenheften herausfielen und erinnerte sich an den Klebstoff seines Freundes.

Also machte sich Arthur Fry ans Werk. Er besorgte Papierstreifen und Proben von Spencer Silvers Klebstoff und rund 18 Monate später hatte er das erste selbstklebende Lesezeichen fertig. Um seinen Chef auf seine Erfindung aufmerksam zu machen, schrieb er ihm kurze Nachrichten auf den Klebezetteln und schnell wurde ihm klar, dass er kein neues Lesezeichen erfunden hatte sondern selbstklebende Notizzettel. Eine geniale Idee, fand Arthur Fry.

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Foto Arthur Fry (Quelle: Wikipedia)

Die Geschäftsleitung war nicht dieser Meinung. So einen Unsinn braucht doch keiner! Und so landete die Erfindung erneut im Müll.Laut Legende kommt nun Arthur Frys Sekretärin ins Spiel. Sie rettete die Prototypen vor dem Müll und nützte diese um Gegenstände zu beschriften. Arthur Fry war begeistert und wies sie an, in einer Art Guerilla-Aktion in der gesamten Firma solche Zettelchen zu verteilen. Die Kollegen fanden Gefallen daran und so konnte endlich auch die Geschäftsleitung überzeugt werden.

Beim Testen des Produktes auf lokalen Märkten fand man heraus, dass auch die potentiellen Käufer erst vom Produkt überzeugt werden mussten. Daher entschloss man sich, dass im sogenannten „Boise Blitz“ die Stadt Boise in Idaho mit Vertretern überflutet werden sollte, um das Produkt in Banken, Büros, Läden vorzuführen und zu verteilen.

Durch diese Strategie erreichte man den gewünschten Erfolg und 1980 begann die 3M Corporation mit der Einführung des kleinen gelben Notizzettelblocks auf dem US-Markt.

Heute macht die Firma mit der „unsinnigen“ Idee von Arthur Fry übrigens rund
300 Millionen Dollar Umsatz im Jahr. Mittlerweile gibt es mehr als 400 Produktvarianten von verschiedenen Herstellern, die Bezeichnung „Post-it“ hat sich zu einem Deonym für Klebezettel aller Art entwickelt.

Weltweit gehören die Haftnotizen zur Standardausrüstung nahezu jeden Schreibtisches. Sie zählen sogar zur Gruppe der fünf erfolgreichsten und am häufigsten verwendeten Büroprodukte.

Postits

Zusammen mit dem Kühlschrank, der Boeing 707 und der Compact Disc hat die US-Zeitschrift Fortune die Klebezettel zu einer der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts erklärt.

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Autor: Christina Happel