Vulkan geht um die Welt
Medienanalyse: Vulkanausbruch auf Island ist globales Medienereignis
Eine Medienanalyse durch META Communication International zeigt: Der Vulkanausbruch in unmittelbarer Nähe des isländischen Städtchens Grindavík wird zum globalen Medienereignis. Mehr als 6.500 Onlinemedien aus 139 Ländern berichten über das gewaltige Naturspektakel.

Der Ausbruch des Vulkans kam nicht unerwartet. Schon vor Wochen waren die rund 4.000 Bewohner:innen der Hafenstadt Grindavík evakuiert worden. Mehrere Live-Webcams richteten ihre Linsen auf das umgebende Gelände; erfahrene Drohnenpiloten waren in Rufbereitschaft. Als sich die Vulkanspalte am Montagabend schließlich öffnete, fanden die eingefangen Bilder der emporschießenden orange-roten Lavafontänen rasend schnelle Verbreitung.
Innerhalb von 48 Stunden berichteten mehr als 6.500 Onlinemedien aus zumindest 139 Ländern über die Eruption. Insgesamt generieren die Berichte knapp eine Milliarde Medienkontakte. Das ist in etwa 2.500 Mal die Bevölkerung des kleinen Inselstaates im hohen Norden. Die meisten Onlineartikel erfassten unsere Tools aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, Großbritannien und Spanien. Auch Indien, Brasilien, Japan und China landeten in den Top 15. In Österreich, das in Bezug auf das Berichtsvolumen Rang 21 einnimmt, berichteten alle namhaften Medien über den Ausbruch.

Eine große Gefahr für Gesundheit liegt laut Behörden derzeit nicht vor. Aufgrund der gewaltigen Lavamassen und einer gewissen Unberechenbarkeit gilt der anhaltende Ausbruch derzeit nicht als „touristenfreundlich“. Die um die Welt gehenden Bilder werden das Image Islands als aufregende Reisedestination und einer Naturlandschaft zwischen Feuer und Eis jedoch weiter stärken.
META-Projektleiter: Klemens Herzog